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Im Rahmen der „Märchen-Reihe“ des Deutschunterrichtes der 5c haben die Kinder eigene klassische, wie auch moderne Märchen geschrieben, einige der dabei entstandenen Werke finden sich in diesem Beitrag. 
Seid ihr auch kleine oder große Schriftsteller? Dann schickt uns doch eure Versionen von bekannten Geschichten, ob nun Roman, Fabel oder Märchen oder eine ganz eigene Geschichte, wir wollen sie gerne lesen und hier im Bloghaus veröffentlichen! Meldet euch!
 
 
Die magische Goldkugel
 
Es war einmal ein Kindermädchen, das im Schlosse des Königs mit ihrer Tochter diente.
Die Prinzessin aber war sehr mürrisch und konnte sich nie mit etwas zufriedengeben. 
Meist beschuldigte die Prinzessin das Kindermädchen.
Dem Kindermädchen bereitete dies Frust.
Bald schon war es dazu gekommen, dass die Prinzessin das Kindermädchen so sehr beschimpfte,
dass das Kindermädchen bitterlich weinend in den Wald gelaufen war.
Dort setzte sie sich an einen alten Brunnen und weinte noch lange.
Nach wenigen Minuten beruhigte sie sich wieder und sah in den Brunnen.
Einige Zeit sah sie sich ihr verschwommenes Wasserspiegelbild an und ging in langsamen Schritten zurück zum Schloss.
Am nächsten Tag hatte das Kindermädchen frei und ging wieder zu dem Brunnen, wo sie auch am vorherigen Tag gewesen war.
Irgendetwas zog sie zum Brunnen.
Sie setzte sich wieder nieder und beschaute sich ihr verschwommenes Wasserspiegelbild.
Sie wollte gerade gehen als ihr eine goldene Kugel vor ihre Füße rollte.
Das Kindermädchen sah sich fragend um, sah keinen und zuckte mit den Schultern.
Behutsam hob sie die goldene Kugel vom feuchten Gras auf und lief schnell zum Schloss.
Leise schlich sie sich in ihr Zimmer und versteckte die Kugel unter ihrem Kopfkissen.
Das Kindermädchen ging langsam zur Ruhe.
Am nächsten Morgen, noch bevor die Sonne am Horizont stand, machte sich das Kindermädchen auf, um zu dem Brunnen zu gehen.
Vom Brunnen aus sah sie eine schöne Wiese mit Blumen. Die pflückte sie und sammelte sie in ihrer Schürze.
Nun lief sie wieder in ihr kleines Zimmer, wo sie die bunten Blumen in eine Vase tat.
Zwischen die Blumen legte sie auch die goldene Kugel.
Am frühen Abend holte der König das Kindermädchen zu sich.
Er fragte sie: „Gehen sie wirklich ordentlich mit meiner Tochter um? Immer wieder höre ich Beschwerden über sie.“
„Aber gewiss, oh König. Nur ihre Tochter behandelt mich furchtbar. Immer beschimpft sie mich, oh König.“, war die Antwort.
Doch die Prinzessin hatte an der Tür gelauscht und sich einen listigen Plan ausgedacht.
Sie hatte sich ihr Gesicht mit Wasser befeuchtet und so getan als hätte sie schon sehr lange geweint.
Hinterlistig kam sie mit ihrem falschen Weinen durch die Tür, ging zu ihrem Vater und sprach: „Oh Vater, das Kindermädchen hat es gewagt mich zu beleidigen und mich zu schlagen. Dazu hat sie mein liebstes Kleid zerschnitten.“ Der König wurde zornig und schrie das Kindermädchen an und beleidigte sie. Die Prinzessin aber lächelte teuflisch zu ihrer Dienerin.
Nachdem der König gefragt hatte, was man nur mit ihr anstellen sollte, machte die Prinzessin einen furchtbaren Vorschlag: „Wir werden sie morgen Nachmittag hinrichten!“
Dies war dem König Recht, da er seine Tochter liebte und so erfüllte er ihre Bitte.
Das Kindermädchen schlug sich schockiert die Hand vor den Mund und rannte in ihr Zimmer.
Sie legte sich in ihr Bett und holte die Goldkugel hervor.
Plötzlich bekam die Kugel ein strahlendes Gesicht, das des Kindermädchens Augen blendete.
Die Kugel fing an zu ihr zu sprechen: „Du wirst nicht sterben, dafür werde ich sorgen.“
Und ebenso plötzlich wie das Gesicht erschienen war, war es auch verschwunden.
Am nächsten Tag wurde das Kindermädchen zum Hinrichtungsplatz geführt.
Doch die goldene Kugel kam angerollt mit einem Messer und schnitt die Füße des Soldaten ab.
Nachdem der König erfahren hatte, was die Wahrheit des Kindermädchens war, entschuldigte er sich mehrfach für sein Verhalten.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.
 
 
Von: Laura Steinle (5c)
 
Die verlassenen Kinder
 
Eine arme, kleine Familie lebte in einem Holzhaus am Waldrand. Die Eltern sagten: „Wir verreisen für eine Woche, aber ihr müsst hier bleiben!“ nach einer Woche waren die Eltern aber immer noch nicht da und die Kinder bekamen Angst und wollten in die Stadt gehen. Dafür mussten sie einmal durch den ganzen Wald. Jeder der beiden nahm sein Kuscheltier und sie gingen los. Als es langsam dunkel wurde setzten sie sich unter einen Baum und versuchten zu schlafen. Am nächsten Morgen, als die Sonne aufging, gingen sie weiter. Sie sahen einen Wolf. Vor lauter Angst kletterten sie auf einen Baum. Der Wolf blieb unter dem Baum stehen und sprach zu den Kindern: „Kommt, ich helfe euch, ich bringe euch in die Stadt.“ Die Kinder erschraken als sie den Wolf sprechen hörten. Der Wolf sagte wieder: „Kommt, wollen wir Freunde sein?“ Die Kinder trautem dem Wolf nicht, aber sie kletterten den Baum herunter. Der Wolf sprach: „Setzt euch auf meinen Rücken, ich bringe euch in die Stadt.“ Auf dem Weg begegnete ihnen ein weiter Wolf, der aber böse war. Der Wolf beschützte die Kinder und besiegte den anderen Wolf. So konnten sie den Weg in die Stadt fortsetzen. Am Ende des Waldes sagte der Wolf: „Ab hier müsst ihr selber weiterlaufen.“ Die Kinder erkannten das Haus ihrer Oma und liefen zur Klingel. Die Oma öffnete die Tür. Die Kinder sprangen ihr voller Freunde um den Hals und lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.
 
Von: Anna Kümpel (5c)
 
 
 
Das Mädchen mit den Schwefelhölzern II
 
Es war einmal ein sehr hübsches Mädchen; es war an der Kälte gestorben. Ihr Name war Inga. Sie war im Himmel bei ihrer Oma. „Manchmal wünsche ich mir, wieder auf der Erde zu sein“, sagte sie. „Kannst du mich zurückbringen?“ Für einen Moment herrschte Totenstille auf der Wolke. „Ja, aber dann musst du mich verlassen und die Erinnerungen an den Himmel verlieren“, bedauerte die Großmutter. „Aber nimm' dieses Medaillon; wenn du dich konzentrierst, erscheint ein Bild von mir.“ Sie nahm die Hände nach oben und fing an etwas zu sagen, aber Inga verstand nichts bis auf ein paar Wörter: Erde. Daheim. Erinnerungen. Mehr verstand sie nicht. Plötzlich war sie nicht mehr auf der großen, weißen Wolke sondern auf dem Bürgersteig, wo sie gestorben war. Sie hielt die abgebrannten Schwefelhölzer immer noch in der Hand; es war als wäre sie nie weg gewesen. Die alten, grauen Häuser standen immer noch genauso zerfallen wie Früher da. Selbst der Vogel auf der Mauer war noch dort. Sie stand auf, es dämmerte schon, und die ersten Sonnenstrahlen schienen auf die Mauer. Sie sah sich um, alles kam ihr anders vor. Auch wenn sie ihr ganzes Leben dort verbracht hatte. Sie ging durch die Stadt und sah sich um. Plötzlich tauchte die Mutter auf und schrie: „Sofort stehen bleiben!“ Inga rannte weg und versteckte sich in einer Art  Riesenkutsche mit Anhänger und ohne Pferde. Sie riss die Luke auf und rannte rein. Doch dann fiel die Art Klappe zu. Nach mehreren Minuten hörte sie einen riesen Krach und der Anhänger fuhr los. Nach Stunden kriegte sie die Klappe auf.  Im Anhänger war es finster und kalt gewesen. Als die warmen Sonnenstrahlen auf die Haut trafen bekam sie eine Gänsehaut. Sie stand in einer Gasse. Sie guckte sich um: Hinter ihr waren mehr von diesen komischen Kutschen. Manche waren groß und manche klein. Alle Leute hatten total bunte Sachen an. Es kam ihr so vor als hätte sie einen Zeitsprung gemacht. Sie sah sich, während sie durch die Straßen ging, um. Als sie auf eine Brücke kam sah sie eine große Achterbahn. Als Inga an der Achterbahn angekommen war sah sie einen Eingang, der in einen Freizeitpark führte. Sie ging am Eintritt vorbei und die Kassenfrau sagte: „Eintritt kostet sechs Euro.“ Plötzlich sagte ein Mann hinter ihr, dass er für sie bezahlen würde. Sie bedankte sich bei ihm und ging auf eine Wasserbahn. Inga war die einzige, die damit fahren wollte. Als sie in einem Unterwassertunnel ankam, der voller Fische war, blieb der Wagen stehen. Vor ihr tauchte der Geist der Mutter auf, der immer weiter auf sie zukam. Und von hinten kam der Geist des Vaters auf sie zu und machte gruselige Geräusche. Sie schrie nach ihrer Oma: „Hilf‘ mir, Oma, hol mich zurück in den Himmel.“ Und plötzlich lag sie auf der Wolke bei der Oma im Arm.
 
Von: Lena Fischer (5c)
 
 
 
Der neue König
 
Es war einmal eine Königen die ihr Land schon lange regierte. Mit der Zeit wurde ihr Volk immer unzufriedener. Denn sie sparte an den Schulen, so dass die Schüler nicht mehr so viel lernen mussten. Auch ihre Minister arbeiteten schlecht und das Volk fühlte sich teilweise nicht mehr sicher. Die Königen dachte sie  könne ewig weiter regieren. Doch dann nahte der Tag an dem die Bewohner entscheiden durften wer das Land weiter regierte. Auch ein anderer Prinz bewarb sich. Doch die Königin dachte das er sowieso keine Chance hätte. Siegessicher stieg die Königen auf das Podest. Doch sie hatte ihr unzufriedenes Volk unterschätzt. Als sie auf das Ergebnis schaute erschrak                              sie. Damit hatte keiner gerechnet. Sie musste ihren Thron verlassen. Der Prinz wurde zum König. Das Volk bejubelte den König. Doch dieser sollte gewarnt sein und an das Schicksal der Königin denken. Denn die nächsten Wahlen kommen bestimmt.
 
Von: Willy Giese (5c)