Der Grundkurs Katholische Religion der Jahrgangsstufe 12 begab sich im Januar auf einen Rundgang durch Eitorf, der die Stolpersteine in den Mittelpunkt stellte. Begleitet wurde die Gruppe von dem Philosophiekurs, der uns auf dem Rundgang begleitete.
Vor Ort hatten die Lernenden vorbereitete Kurzpräsentationen zu einzelnen Stolpersteinen bzw. zu den Personen, die ihnen zugeordnet waren. In den Präsentationen stellten sie vor, wer die Person beauftragt hatte und welche historischen Bezüge hinter den Stolpersteinen stehen – ein anschaulicher Zugang, der Vergangenheit greifbar machte. Ein weiterer Weg führte die Gruppe zu einem jüdischen Friedhof, um das Gespräch über Erinnerung, Würde und die Vielfalt der Geschichte zu vertiefen. Viele Teilnehmende gaben an, zum ersten Mal einen jüdischen Friedhof besucht zu haben und gar nicht wussten, dass Eitorf einen jüdischen Friedhof hat. Das kalte, aber sonnige Januarwetter begleitete den Tag.
Der Rundgang zeigte, wie wichtig es ist, Geschichte nicht nur zu lesen, sondern sie vor Ort zu erleben – als Aufgabe der historischen Verantwortung und als Aufforderung zur Achtsamkeit gegenüber den Lebensgeschichten hinter den Namen. Die Verbindung von Religion und Geschichte machte sichtbar, wie religiöse Identität, Ethik und historische Verantwortung zusammenwirken und sich gegenseitig in der Reflexion über Menschlichkeit ergänzen.











