Nun ist das Schuljahr 2025/2026 schon (fast) zwei Wochen vorbei und es liegen viele Wochen hinter uns, in denen wir viel lernen und ausprobieren konnten. So konnten auch der Literaturkurs der Stufe 12 und der Theaterkurs der Stufe 10 ihre Theaterstücke einüben. Diese wurden uns in den letzten Schulwochen präsentiert.

Am 26.06.2026 war für die Schülerinnen und Schüler des Literaturkurses ihr großer Tag, mindestens genauso groß sahen auch die Temperaturen auf dem Thermometer aus. Doch das konnte den Literaturkurs nicht daran hindern, ihre Theaterstücke vorzuführen. So sammelten sich um 18.30 Uhr Eltern, Geschwister, Verwandte und Schülerinnen und Schüler im Leonardo. Als das Programm um 19 Uhr pünktlich startet, begrüßte Herr Ulmcke, das Publikum, dabei betonte er die Entschlossenheit des Literaturkurses den Theater-Abend trotzdem stattfinden zu lassen. Die Thematik der Theaterstück e und die dazu passende Ausstellung der Kunstkurse stand unter dem Motto „Die Verschwörung“.

Die erste Szene bzw. das erste Stück lautete „Die Dämonen der Stadt“, dieses kurze Stück wurde von allen Schülerinnen und Schülern des Literaturkurses verkörpert. Dieses beruht auf einem Gedicht von Georg Heym.

Darauf folgten Stücke, die immer nur ein Teil der Schülerinnen und Schülern vorführten. So ging es weiter mit „Grenzbereiche- zwischen Wissen und Glauben“, die Talkshow wurde von Sophie Weinberger als Moderatorin und Lenja Schorm als Psychologin verkörpert. 

Es folgte eine feiere Interpretation von „Auch du Brutus!“ nach Shakespeares „Julius Caeser“. Victoria Bellinghausen, Laura Stergel und Sabrina Hartmann spielten drei Schülerinnen, die im Deutschunterricht die Lektüre Julius Caesar gelesen hatten und sich anschließend auf die Klausur vorbereiten wollten, doch so richtig verstanden, was in dem Buch passiert war, hatte keiner, so spielten sie Akte nach, um die Zusammenhänge besser zu verstehen. 

„Das Archiv der Schatten“ griff das noch ziemlich aktuelle Thema der Epstein Files auf. Henning Plein wollte sich durch die Akten arbeiten doch die endlosen Akten und die Schwärzungen, brachten ihn zur Verzweiflung. Seine innere Stimme wurde von Kim Bohlscheid gespielt. Zum Abschluss flog sogar der Tisch über die Bühne. Danach brauchte jeder mal eine Pause, deswegen fand abschließend die Pause von ca. 15 Minuten statt. Während der Pause konnte man sich am Verkaufsstand der zwei Kurse stärken und einmal draußen frische Luft schnappen. 

Danach startete die letzte und auch kürzere Hälfte des Abends. In dem Stück „Die Impfung“ spielte Marlon Justen einen Patienten,der sich bei seinem Hausartzt, verkörpert von Jan Stranski über die möglichen Nebenwirkungen der Corona-Impfung zu erkundigen. Der Patient hinterfragt die Meinung seines Arztes jedoch. Daher versuchte er sich eine zweite Meinung bei einer Heilpraktikerin, gespielt von Pelin Bayrak, einzuholen. Am Ende stritt der Hausarzt heftig mit der Heilpraktikerin, der Patient war völlig verwirrt und fühlte sich nicht als Person mit persönlichen Anliegen, sondern als Objekt wahrgenommen. 

Dem folgte „Die hohle Welt“, nach Auszügen aus Büchners „Woyzeck“. Pelin Bayrak und Lenja Schorm spielten hier eine Frau, die Stimmen aus dem Inneren der Welt zu hören schien und eine Frau, die sie als verrückt erklärte. 

Zum Abschluss versuchten Martin Bohlscheid und Linus Urban dem Publikum „Die Vogel-Verschwörung“ nach einer wahren Begebenheit von „Birds Aren’t Real“ zu erklären. Dieses Stück war mit Abstand das Lustigste, so gingen alle Besucher mit einem Lächeln im Gesicht nach Hause. Um 20.30 Uhr war der Theater-Abend wie geplant zu Ende. 

Gleich zwei Wochen später, am 10.07.2026, stellte auch der Theaterkurs der Stufe 10 sein Theaterstück mit dem Titel „Räuber und Mörder“ eine Krimikomödie vor. Um 18 Uhr, kurz nach dem Projektwochenfest, fanden sich auch hier viele Eltern, Geschwister und Schüler im Leonardo ein. Als das Theaterstück um 19 Uhr startete, begrüßte auch hier Herr Ulmcke das Publikum. Diese Aufführung hatte keine Pause und dauerte gute 70 Minuten.

Ein Theater versuchte ein Popmusical mit dem Namen „Die Räuber“, geschrieben von Schiller, vorzuführen, doch als der erste Akt beendet war, wurde den Schauspielern und der Regisseurin klar, dass nicht wie geplant Amalia mit einer Requisite „erstochen“ wurde, sondern mit einem echten Dolch. Alle können es kaum glauben, dazu saß auch noch der beste Detektiv im Publikum und merkte, dass ein Mord auf offener Bühne geschehen war. Er handelte aus, die Ermittlung während der Pause zu übernehmen, damit das Theaterstück weiter fortgesetzt werden konnte. So versuchten alle den Tod von Amalia möglichst gut zu verstecken. Doch ein Unglück kommt selten allein, nach den Befragungen der Crew, verstarb leider auch die Freundin der Toten. Wer konnte das gewesen sein? Der Detektiv kannte die Antwort: Der von Allen als so unschuldig und unfähig betrachtete Karl wollte nun Rache üben, erst tauschte er die Requisite gegen einen echten Dolch, nach trug er eine Giftflasche mit sich herum, um ein Glas damit zu vergiften, durch Zufall traf es die Freundin der Toten. Nach der Bekanntgabe des Mörders war die restliche Crew sehr bestürzt. Als der Mörder der Polizei und seiner drohenden Strafe entfliehen wollte, hielt die restliche Crew zusammen und hielt ihn schlussendlich durch gutes Teamwork fest. Zwischenzeitlich sangen auch Hannah Schneider und Romy Topiarz gemeinsam, Seite an Seite, Lieder, die Viele berührten. Die Grundlage des Stücks, beruht auf Schiller Drama „Die Mörder“, jedoch hat der Kurs den ganzen Rest selbst geschrieben. 

Beide Abende waren auf ihre eigene Art und Weise besonders, doch was beide gemeinsam hatten, war die Leidenschaft für die Bühne und Herr Ulmcke, als Lehrer, der beide Kurse tatkräftig unterstütze. Hier ein großer Dank an Herrn Ulmcke und auch alle, die mitgewirkt haben.

 Schöne Ferien!

Euer BlogHaus